1. Frage:
Was passiert mit zukünftigen Sonnenkollektor-Dachanlagen auf Wohnhäusern in Rentweinsdorf. Werden diese von der zukünftigen Förderung beeinträchtigt - Besitzer von Dachanlagen auf Wohnhäuser benötigen diese PV-Anlage nicht, denn man baut diese Dachanlagen für die Zukunft um selbst etwas zu sparen.

Antwort:
Der von der Regierung erwartete Zubau an Dachanlagen ist ambitioniert, und trotzdem deckt er gerade mal 15% des für die Energiewende benötigten Anteils der Solaranlagen ab. Die Dächer sind faktisch nicht ausreichend, wir könnten nicht genug Strom produzieren. Aktuell wird die Förderung der Dachanlagen durch die Regierung nicht so ausgiebig gefördert wie Freiflächenanlagen. Auf Dachanlagen zu setzen heißt auch die Förderkosten und damit die Kosten der Energiewende zu erhöhen

2. Frage:
Ist in der CO2-Ersparnis der PV-Anlage das erzeugte CO2 vom Herstellungsprozess der Solarmodule mit eingerechnet? Wahrscheinlich nicht - denn dann würde die CO2 Bilanz negativ ausfallen.

Antwort:
Die Module sind nach ca. 2 Jahren amortisiert und danach produziert die Anlage „grünen Strom“. Photovoltaikanlagen amortisieren sich in Deutschland nach ein bis zwei Jahren energetisch – nach dieser Zeit hat die Anlage so viel Energie produziert wie für Herstellung, Betrieb und Entsorgung aufgewendet werden müssen. Konventionelle Energieerzeugungsanlagen mit fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdgas amortisieren sich demgegenüber nie energetisch, denn es muss im Betrieb immer mehr Energie in Form von Brennstoffen eingesetzt werden, als man an Nutzenergie erhält.

3. Frage:
Wie hoch sind die Pachtkosten für einen 1Ha Fläche?

Antwort:
Die Pacht ist Verhandlungssache und muss mit dem Eigentümer der Flächen vertraglich festgehalten werden. In unserem Fall wird diese weit unter 2.500 Euro liegen. Üblich sind hier Pachtzahlungen von 2.0000 Euro- 3.500 Euro

4. Frage:
Welche Instandhaltungskosten sind im Jahr zu veranschlagen?

Antwort:
Die Instandhaltung ist in einem Vertragsmodell mit Wartung, Instandhaltung so wie der Überwachung enthalten. Beträge sind im einzelnen noch genauer zu ermitteln, wenn es in die Detailplanung geht.

5. Frage:
Warum stellt man keine zwei Windräder in den Rotenhanwald? Weniger Flächenfrass und mehr Leistung bei der Energieerzeugung?

Antwort:
Mögliche Windstandorte im Landkreis Haßberge sind im Regionalplan festgelegt. Am Standort Rentweinsdorf ist keine Windenergie geplant.

6. Frage:
Wie hoch ist der Wirkungsgrad dieser Anlage?

Antwort:
Der durchschnittliche Wirkungsgrad einer PV Anlage liegt bei 16-20%. Dies erscheint gegenüber einem konventionellen Kraftwerk niedrig. Jedoch ist der Wirkungsgrad ein Instrument, um die eingehende Strahlungsenergie mit der elektrischen Energie ins Verhältnis zu setzen. Solange die eingehende Strahlungsenergie nichts kostet, anders als bei konventionellen Energieträgern, ist der Wirkungsgrad nicht wirklich wichtig.

7.Frage:
Die Gemeinde darf sich laut Bayerischer Gemeindeordnung nicht beteiligen, wenn eine Gewinnerzielungsabsicht besteht. Können Sie dazu was sagen?

Antwort:
Die Gemeinde darf nach Art 87 Bayerische Gemeindeordnung  beteiligter an solchen Anlagen sein. Art 57 GO 10.57: Die Energieversorgung der Bevölkerung ist eine Aufgabe der gemeindlichen Daseinsvorsorge und fällt in den eigenen Wirkungsbereich der Gemeinden. Sie ist aber grundsätzlich auf den im Gemeindegebiet bestehenden Bedarf begrenzt.

8. Frage:
Warum ist das Eigenkapital der Bürgerbeteiligung bei der hohen Gesamtinvestition von vielen Millionen auf 500.000 € beschränkt ?

Antwort:
Dies ist eine Annahme der BEG und kann natürlich bei erhöhtem Interesse nach oben korrigiert werden, solange eine Mindestrentabilität von >3% gegeben ist.

9. Frage:
Blühen die Flächen auch nach Jahren noch, oder werden durch das Mulchen/Mähen die blühenden Pflanzen nicht  unterdrückt und durch Gras überwuchert?

Antwort:
Durch strengeren Regeln der Naturschutzbehörden im Gegensatz der letzten Jahre, sind die Flächen unterhalb der Module weiter in den Fokus gerückt. Hierdurch gibt es mehr auflagen die eine Blütezeit verlängern oder aufrechterhalten sollen. Weiter kann sich die Gemeinde selbst die Aufwertung der Flächen zusätzlich auferlegen.

10. Frage:
Frage an Herrn von Rotenhan: Wenn Sie sich so für den Umweltschutz und Artenschutz einsetzen, warum werden Ihre Flächen nicht ökologisch bewirtschaftet?

Antwort:
Die Nutzung der Flächen ist auch eine wirtschaftliche Sache, wie dieses Projekt auch.

11. Frage:
Wie sind die 500.000€ im Verhältnis zu den 10MWp der Bürgerbeteiligung zu sehen? wenn die gesamte Anlage ca. 20 Mio kostet müssten die Bürger ca. 5 Mio € einbringen!?

Antwort:
Der Rest würde durch Banken Finanziert werden. Der komplette Betrag wird nicht ausschließlich durch Bürger des Landkreises zu stemmen sein. Auch durch den Gesellschaftervertrag ist eine Obergrenze von 50.000 Euro festgesetzt worden.
In der Regel wird 10% der Investitionssumme als Eigenkapital bei einer Bürgeranlage eingebracht. Der Rest wird über Fremdkapital durch die Bank beigestellt. Dies ist bei dem heutigen Zinsrahmen der KFW die wirtschaftlichste Lösung für eine Bürgerbeteiligungsanlage.

12. Frage:
Auf welche Flächenteil baut die Gemeinde?

Antwort:
Dies kann erst in der Detailplanung festgestellt werden.

13: Frage:
 Garantieren Sie die Gewerbesteuereinnahmen? Oder läuft es wie  mit der Hebendorfer Anlage?  In Hebendorf würden die Bienen übrigens verhungern, denn da blüht nichts mehr.

Antwort:
Die Anlage in Hebendorf wurde degressiv abgeschrieben. Das heißt, sie wirft am Anfang nichts bis wenig Gewerbesteuer ab. Aber nach ein paar Jahren wird die Gewerbesteuer vermehrt kommen. Wie man es jetzt auch schon in den Kassen erkennt.

14. Frage:
Es muss ja sicher auch eine Abbiegespur gebaut werden um zur Tankstelle zu kommen, wer baut diese?

Antwort:
Nach jetzigem Stand muss hier keine Abbiegespur gebaut werden.

15. Frage:
Es wurde noch gefragt, ob die kostenlose Lademöglichkeit für die Rentweinsdorfer Bürger eine gewisse Laufzeit hat bzw. wie lange das Angebot vertraglich zugesichert wird.

Antwort:
Bisher gibt es keine Laufzeit. Wie die Tankstelle sich verhält und für wen diese zur Freien Verfügung steht. Ob nur Rentweinsdorfer Bürger oder für alle, bleibt noch zu erörtern.

16. Frage:
Wie sieht es aus mit den Auswaschungen vom Material und  von den stützen und den Platten in den Boden.

Antwort:
Eine Auswaschung findet aufgrund der Beschichtungen und Beständigkeit der Materialien nicht satt.

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